Ein vernünftiges Tourenziel zu finden, das trotz der heiklen Lawinensituation mit schwacher Altschneedecke und frischem Triebschnee verantwortbar ist, wird derzeit von Tag zu Tag schwieriger. Nach reiflicher Überlegung fiel die Wahl schließlich auf den Gressenstein (2216 m) im Talschluss der Wildschönau – ein Ziel, das bei sorgfältiger Routenwahl machbar erschien.
Bei strahlendem Sonnenschein starteten wir mit neun Teilnehmern vom Parkplatz bei der Schönangeralm (1173 m). Nach einer kurzen Vorstellung der geplanten Tour folgten wir zunächst der Langlaufloipe, bis wir den Abzweig zum Kastensteig erreichten. Den steilen, rustikalen Steig ließen wir bewusst aus und blieben auf der Forststraße, die uns in einigen Kehren zur Höhe der Gressensteinalm führte.



Die Schneelage erlaubte es uns, im Talgrund nahe des Bachlaufs um die großen Felsblöcke unsere Spur zu ziehen. Einmal mussten wir die Ski abschnallen, um den Bach zu überqueren. Anschließend ging es geradeaus weiter, bis wir unter die Ostflanke des Gressensteins gelangten. In einer weiten Links‑Rechts-Schleife erreichten wir den Grat und folgten ihm ohne Schwierigkeiten bis zum Gipfelkreuz auf 2216 m. Am höchsten Punkt genossen wir das Panorama und eine kleine Brotzeit.

Die Abfahrt erfolgte nahe der Aufstiegsspur, später über die gut befahrbare Forststraße zurück in den Talgrund. Zwei kurze Unterbrechungen wegen Schneemangels konnten die Freude an der Abfahrt nicht trüben. Den Abschluss bildete eine gemütliche Einkehr in der Schönangeralm, wo wir uns mit Kuchen und Bier verwöhnen ließen.

(Bericht und Bilder von Toni Bauer)
