Bergmesse der Bergwandergruppe am Hollenauer Kreuz

Um einige Fragen der Teilnehmer zu beantworten, es war die 37. Bergmesse der BWG und die 16. Bergmesse am Hollenauer Kreuz.

Bei der Hinfahrt sah man noch Regenschleier in der Gegend um den Wilden Kaiser, doch bei der Ankunft am Parkplatz Astbergbahn in Ellmau gegen 10 Uhr waren die Regenwolken abgezogen und der Marsch zum Hollenauer Kreuz war bei angenehmen Temperaturen, und um 11 Uhr konnte der Gottesdienst pünktlich beginnen. Bänke von der Jausenstation wurden vor dem Kreuz aufgestellt, ein Tisch wurde zum Altar gedeckt und mit Kerzen und Blumen geschmückt. Pfarrer Werner Giglberger betonte gleich anfangs der Messe, dass er auf Wunsch seine Zeit auf 50 Minuten beschränken werde. Die Blaskapelle Kraiburg war mit 15 BläserInnen dabei, um den Gottesdienst musikalisch zusammen mit dem Fischer-Dreigsang und Karl Böhnisch an der Ziach zu gestalten. Der „Kaiser“ war frei und bot ein herrliches Panorama, für die Besucher wohl ein Erlebnis, in so einer grandiosen „Kirche“ Gottesdienst feiern zu dürfen. Als Abschluss zum Gottesdienst bat Pfarrer Giglberger den Fischer-Dreigsang um ein Danklied und die Blaskapelle spielte „Großer Gott, wir loben dich“. Hannes Fischer bedankte sich bei den Aktiven der Messe, besonders galt der Dank dem Bergpfarrer Werner Giglberger, dass er den Weg auf sich nimmt, um mit der Bergwandergruppe Gottesdienst zu feiern.

Sepp Brandl mit 88 Jahren, Hans Brandl und Lenz Rott mit jeweils 87 Jahren waren die ältesten Teilnehmer, Lenz Rott wählte sogar den Fußmarsch vom Parkplatz zum Hollenauer Kreuz.

Nun ging es unter musikalischer Begleitung der Blaskapelle zum Mittagessen bei den Wirtsleuten auf der Jausenstation. Grillschmankerl, Kaspressknödel und Salate warteten auf die hungrigen Gäste und beliebt und bekannt sind auch die Kuchen auf der Alm. Ein Teil der Besucher nutzte noch das sonnige Wetter, um zum See am Astberg zu wandern. Herrliche Ausblicke zu den Kitzbühler Bergen bis zum Großvenediger und auf der anderen Seite der Kaiser, waren der Lohn.

Die Blaskapelle spielte unermüdlich zur Unterhaltung auf und als auch noch ein Gewitterschauer niederging, spielten sie eben in der Gaststube weiter. Um 15 Uhr, es war wieder strahlender Sonnenschein, hieß es, Abmarsch nach Ellmau. Auch hier setzt die Blaskapelle die Tradition fort und begleitete die Wanderer bis zum Parkplatz mit Blasmusik.

Ein Fazit ist zu ziehen. Etwa 90 Teilnehmer, BläserInnen eingerechnet, waren bei der Bergmesse. Aber trotz intensiver Werbung ist die Teilnahme rückläufig und vor allem ist festzustellen, dass die Wanderer zur Messe abnehmen und mehr Teilnehmer per Auto zum Hollenauer Kreuz fahren. Es ist wohl das Problem, dass die Teilnehmer älter werden und die jüngere Generation wenig Interesse an derartigen Veranstaltungen hat. Damit wird auch der Einsatz eines Bus in Frage gestellt, weil die Bergwandergruppe auf Dauer das Defizit bei den Fahrkosten nicht tragen kann. Hannes Fischer als Abteilungsleiter der BWG und Organisator der Veranstaltung wird mit seiner Führungsriege entscheiden müssen, und möglicherweise wird im kommenden Jahr mit Fahrgemeinschaften zur Bergmesse gefahren.

Es wäre schade, wenn so ein Erlebnis, Gottesdienst unter freiem Himmel, mit schönsten Ausblicken auf die herrliche Welt der Berge und in Verbindung mit geselligem Zusammensein verschwinden würde. Wir dürfen in Frieden leben und sollten uns dessen bewusst und dankbar sein.